Ein leeres Blatt

Dieser Artikel erschien von mir in Der Zoolotse.

Kennt Ihr das? Man blickt auf ein leeres Blatt und weiß nicht, worüber man schreiben soll.

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Jeden zweiten Mittwoch erscheint auf der „Dortmunder Tierseite“ der Ruhr Nachrichten meine Kolumne „Der Zoolotse“, in der ich über Tiere und Tierpersönlichkeiten aus dem Zoo Dortmund schreibe. Einmal schauen, welches Tier ich diesen Mittwoch bringe.

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Wo ist denn eigentlich der Prosaist? – Zwei Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht

Sicherlich haben sich schon einige von Euch gefragt, ob ich nur noch Zoo im Kopf habe und was aus dem einst jungen Prosaisten geworden ist, der in seiner Sturm-und-Drang-Zeit unter dem Pseudonym „Marshall“ Kurzgeschichten bei KeinVerlag veröffentlichte. „Eine Zeit“, wie ich auf meiner Reise zu Fuß nach Indien in mein Notizbuch schrieb, „als ich noch jung war und nur im Moment lebte, wo es nur die Liebe gab und nichts anderes. Es war eine wunderschöne Zeit, ich fühlte mich frei wie nie. Einzig für die Liebe lebte ich. Die Liebe erfüllte mich gänzlich, sie durchfloss meinen Körper, die Liebe zur Sache, die Liebe zur Schreiberei, die Liebe zu allem, was schön ist – und etwas anderes gab es nicht!

Einmal abgesehen von wissenschaftlichen (Bachelor-Arbeit und Seminararbeiten) und journalistischen Texten (meine Kolumne in den Ruhr Nachrichten) war auch 2015 kein Jahr, in welchem ich mich häufig im Verfassen von Prosa verlor, sodass ich gegen Jahresende, was literarische Prosa betrifft, auf wenig Produktives zurückblicke. Dennoch konnte ich 2015 zwei meiner Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlichen.

2015 wurden zwei meiner Kurzgeschichten in Anthologien gedruckt.

2015 wurden zwei meiner Kurzgeschichten in Anthologien gedruckt.

Am 1. Juli 2015 erschien in Michael Schmidts (Hrsg.) Anthologie „Ab18!“ im Verlag Saphir im Stahl meine Kurzgeschichte „Die Geschichte des mythischen Füllers“. Diese Erzählung setzt sich, neben einem Proömium, aus sieben Kapiteln zusammen. Ich hatte diese Geschichte bereits 2009 fertig geschrieben, nachdem ich, mit zahlreichen Unterbrechungen, etwa drei Jahre daran gearbeitet hatte. Auch in Indien war mir die Geschichte begegnet (siehe hier), da die Göttin Kali im Kapitel „Töchterschau“ einen Auftritt hat, wo sie – die Göttin des Todes und der Zerstörung, aber auch der Erneuerung – in einer typischen Kali-Darstellung in Szene gesetzt ist. Neben meinem Text finden sich noch 18 Kurzgeschichten anderer Autoren in der Anthologie wieder. Das Buch kann hier bestellt werden: Anthologie „Ab18!“ bei Amazon

2015 wurden zwei meiner Kurzgeschichten in Anthologien gedruckt.

Eine typische Kali-Darstellung auf einem Poster, welches ich 2010 auf einem Markt in Uttarkashi erwarb. So tritt Kali auch in meiner Kurzgeschichte „Die Geschichte des mythischen Füllers“ in Erscheinung.

Im Oktober 2015 erschien dann in Cornelia Christina Neids (Hrsg.) Anthologie „Einzig aber nicht immer artig“ im Wolkenreiter-Verlag meine Kurzgeschichte „Ein Blick, zwei Augen: Der Moment und das Mädchen“. Dies ist die erste Kurzgeschichte, die ich überhaupt jemals veröffentlichte. Sie war von 2004 bis 2010 online bei KeinVerlag zu lesen. „Die Geschichte des mythischen Füllers“ bezieht sich an einigen Stellen auf „Ein Blick, zwei Augen: Der Moment und das Mädchen“ und stellt einen Bezugsrahmen her, der alle meine frühen Kurzgeschichten unter dem Oberbegriff „Babylonia“ zusammenfassen lässt. Aus dieser Reihe könnt Ihr auch online meine Kurzgeschichte „Vom Treiben in Sodom“ lesen, die ich 2009 schrieb: Vom Treiben in Sodom
Neben meinem Beitrag wurden in der Anthologie „Einzig aber nicht immer artig“ Geschichten und Gedichte von 125 weiteren Autoren abgedruckt. Das Buch kann hier, direkt beim Verlag, bestellt werden: Anthologie „Einzig aber nicht immer artig“ beim Wolkenreiter-Verlag

Das Schreiben am Buch (über unsere Reise nach Indien)

Schreiben in Zonguldak

Es waren gute Tage am Schwarzen Meer in der Türkei: Wir schliefen unter freiem Himmel, ehe die Wärme der Sonne uns weckte, wir frühstückten mit Tauben und tranken Kaffee aus dem Moka Express, nahmen ein Bad im kühlenden Meer und ließen den Gedanken freien Lauf, über den Stift in das Notizbuch. Heute durchforste ich diese Notizbücher und es ist als würde ich die Reise noch einmal antreten – ich schreibe das Buch über unsere Reise Zu Fuß nach Indien.